Nach drei Monaten Reisen blicke ich auf eine besondere Zeit zurück.
Sechs verschiedene Unterkünfte, viele Koffer, 1684 Meilen im Auto – und bis heute kein richtiges Zuhause.
Und doch war genau das eine der wertvollsten Erfahrungen.
Es waren nicht die großen Dinge, die gefehlt haben.
Es waren die kleinen.
Unser Bett.
Unsere Kissen.
Unsere Decke.
Ein vertrauter Ort, der einfach da ist.
Wir haben aus dem Koffer gelebt, uns immer wieder neu eingerichtet, neu orientiert.
In Küchen gekocht, die nicht unsere waren.
Mit wenigen Gewürzen – ohne die Vielfalt, die zuhause so selbstverständlich ist.
Und plötzlich wird einem bewusst, wie viel man eigentlich hat.
Auch das Zusammenleben hat sich verändert.
Meine Tochter und ich – 24/7 auf kleinem Raum.
Nähe, die verbindet.
Aber auch Momente, in denen es wichtig wird, die Bedürfnisse des anderen wirklich zu sehen und zu respektieren.
Achtsamkeit bekommt hier eine ganz neue Bedeutung.
Viele Dinge, die zuhause selbstverständlich sind, waren auf einmal nicht mehr da.
Eine eigene Waschmaschine.
Ein fester Platz für alle Dinge.
Eine Küche, in der man sich frei bewegen kann.
Ein Balkon, auf dem man einfach kurz die Sonne genießt.
Stattdessen: teilen, warten, improvisieren.
Und genau darin liegt etwas Wertvolles.
Denn wir beginnen, die Dinge wieder bewusst wahrzunehmen.
Nicht als selbstverständlich – sondern als Geschenk.
Es gab Tage, die anders waren als geplant.
Zum Beispiel, als ein Schneesturm alles stillgelegt hat und wir zwei Tage im Hotel bleiben mussten.
Kein Weiterkommen. Kein Plan.
Nur dieser Moment.
Und vielleicht ist genau das die eigentliche Erkenntnis:
Das Leben läuft nicht immer so, wie wir es uns vorstellen.
Es verändert sich. Es fordert uns heraus. Es bringt uns in neue Situationen.
Aber in all dem steckt immer auch etwas Gutes.
Nicht alles ist bequem.
Nicht alles ist einfach.
Aber alles trägt etwas in sich, das uns wachsen lässt.
Diese Zeit hat mir gezeigt, wie wenig es oft braucht.
Und wie viel wir trotzdem fühlen können.
Wie wichtig es ist, sich selbst nicht zu verlieren.
Und gleichzeitig offen zu bleiben für das, was kommt.
Vielleicht geht es gar nicht darum, immer mehr zu haben.
Sondern darum, das, was da ist, wirklich zu sehen.
Zu schätzen.
Und bewusst zu erleben.
Jeder Tag ist anders.
Und genau darin liegt seine Schönheit. 🌿
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