Ich wollte eigentlich etwas ganz anderes schreiben 🌀

Veröffentlicht am 9. August 2026 um 09:05

Eigentlich wollte ich heute einen schönen, durchdachten Sonntagsblog schreiben.

Einen, bei dem ich schon vorher weiß, worüber ich schreiben möchte.

Mit einem Thema.
Einem Gedanken.
Vielleicht sogar mit einer kleinen Botschaft am Ende.

Aber wenn ich ehrlich bin:

Ich hatte keine Ahnung, worüber ich heute schreiben soll.

 

Und vielleicht passt genau das ziemlich gut zu meiner vergangenen Woche.

Denn auch die lief anders, als ich sie geplant hatte.

Mein Laptop hat beschlossen, nicht mehr so mitzumachen wie ich. Plötzlich funktionierten Dinge nicht mehr, die für mich im Alltag selbstverständlich sind.

Und wenn man viel am Computer arbeitet, merkt man erstaunlich schnell, wie abhängig man von diesem kleinen Ding eigentlich geworden ist. 😅

Ich hatte einiges vor.

Dinge, die ich erledigen wollte.
Ideen, an denen ich weiterarbeiten wollte.
Pläne, die in meinem Kopf längst ihren Platz hatten.

Und plötzlich ging vieles davon einfach nicht.

Nicht, weil ich keine Lust hatte.

Nicht, weil mir die Motivation fehlte.

Sondern einfach, weil das Leben für diese Woche offenbar einen etwas anderen Plan hatte.

 

Ich glaube, wir kennen solche Situationen alle.

Wir planen unseren Tag...

Unsere Woche...

Manchmal sogar die nächsten Monate...

Wir wissen ziemlich genau, was wir erledigen möchten und wie wir uns vorstellen, dass alles ablaufen wird.

Und dann passiert irgendetwas.

Etwas Großes.

Oder manchmal auch nur ein kaputter Laptop.

Und unser schöner Plan gerät durcheinander.

Ich habe diese Woche gemerkt, wie schnell dann dieser innere Druck auftaucht.

Ich müsste doch eigentlich …

Ich wollte doch noch …

Das sollte längst fertig sein …

Da wartet noch …

Und obwohl sich im Außen gerade gar nicht alles beeinflussen lässt, versucht der Kopf trotzdem, irgendwie am ursprünglichen Plan festzuhalten.

Als müsste das Leben sich doch bitte kurz wieder an meine To-do-Liste halten. 😉

Hat es natürlich nicht.

Nicht im Sinne von:

Dann mache ich eben gar nichts mehr.

Sondern eher:

Okay. Dann schauen wir, was heute möglich ist.

Vielleicht nicht das, was ich geplant hatte.

Vielleicht nicht in dem Tempo, das ich mir vorgestellt hatte.

Aber eben das, was gerade geht.

Und dieser kleine Unterschied hat für mich ziemlich viel verändert.

Denn plötzlich musste ich nicht mehr permanent versuchen, einen Plan zu retten, der für diesen Moment einfach nicht funktionierte.

Ich konnte neu schauen.

Was kann ich gerade machen?

Was kann warten?

Was ist wirklich wichtig?

Und was fühlt sich nur deshalb dringend an, weil ich mir selbst vorgenommen hatte, dass es jetzt erledigt sein müsste?

Vielleicht machen wir das nicht nur bei unseren To-do-Listen.

Wir machen es auch mit unserem Leben.

Wir möchten wissen, was als Nächstes kommt.

Wir setzen Ziele.

Machen Pläne.

Versuchen vorauszudenken.

Und grundsätzlich finde ich das auch schön.

Ich liebe es, Ideen zu haben.

Etwas aufzubauen.

Mich auf etwas zu freuen und darauf hinzuarbeiten.

Aber vielleicht liegt genau darin manchmal eine kleine Falle:

Wir beginnen zu glauben, dass unser Plan der einzige richtige Weg ist.

Dabei wissen wir überhaupt nicht, was unterwegs passiert.

Vielleicht müssen wir einen Umweg nehmen...

Vielleicht dauert etwas länger...

Vielleicht verändert sich unser Ziel...

Vielleicht entsteht unterwegs sogar etwas, an das wir vorher überhaupt nicht gedacht haben...

Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich diesen Blog heute überhaupt schreibe.

Denn eigentlich hätte ich denken können:

Mir fällt heute nichts Gescheites ein. Dann schreibe ich eben keinen.

Stattdessen habe ich einfach dort angefangen, wo ich gerade bin.

Mit einer Woche, die anders lief als geplant...

Mit einem Laptop, der mich ziemlich beschäftigt hat...

Mit einigen Dingen, die liegen geblieben sind...

Und mit einem Sonntagmorgen, an dem ich vor einem leeren Blog saß und nicht wusste, was ich Euch erzählen möchte...

Und plötzlich war genau das die Geschichte.

Vielleicht müssen wir wirklich nicht immer schon am Anfang wissen, was am Ende herauskommt.

Manchmal reicht der nächste kleine Schritt.

Und danach der nächste.

Das nehme ich aus dieser Woche mit.

Nicht als große Lebensweisheit.

Und auch nicht als Aufforderung, keine Pläne mehr zu machen.

Meine Listen und Ideen werde ich ganz bestimmt nicht abschaffen. 😄

Aber vielleicht darf zwischen all unseren Plänen ein bisschen Platz bleiben.

Für das Unvorhergesehene...

Für Umwege...

Für Tage, die anders laufen...

Und für die Möglichkeit, spontan neu zu entscheiden...

Denn nicht alles, was anders läuft als geplant, läuft automatisch falsch.

Manches läuft einfach anders.

Und vielleicht erkennen wir manchmal erst später, wofür dieser kleine Umweg gut war.

Heute ist mein Laptop wieder da.

Meine Liste übrigens auch. 😉

Und trotzdem möchte ich mir etwas von dieser Woche behalten:

Ich muss nicht immer schon wissen, wie alles weitergeht.

Ich darf anfangen, wo ich gerade stehe...

Ich darf Pläne verändern...

Ich darf improvisieren...

Und ich darf darauf vertrauen, dass ein anderer Weg nicht automatisch der schlechtere ist...

Vielleicht sitzt Du heute auch vor etwas, das ganz anders läuft, als Du es Dir vorgestellt hast.

Dann musst Du vielleicht noch gar nicht wissen, wie Du alles lösen wirst.

Vielleicht reicht für heute eine einzige Frage:

Was ist jetzt – genau von hier aus – mein nächster kleiner Schritt?

Und dann schauen wir weiter. 🤍

 

🙏 Namasté
Anita
🌿 NianSoul


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